Methodik: So ist der Angst-Test aufgebaut
Aufbau
Der Test besteht aus 40 Aussagen in 4 Dimensionen mit je 10 Items. Jede Aussage wird auf einer fünfstufigen Skala beantwortet („Nie“ bis „Sehr oft“). Die Items werden über die Dimensionen gemischt ausgespielt, damit keine Antwortmuster entstehen.
Die 4 Dimensionen
- Sorgen & Grübeln: Anhaltende, schwer kontrollierbare Sorgenketten und Grübelschleifen.
- Körper & Panik: Körperliche Angstreaktionen: Herzrasen, Enge, Schwindel, Anspannung.
- Vermeidung & Sicherheit: Situationen meiden, Rückversicherung suchen, Hintertüren offenhalten.
- Alltag & Auswirkungen: Was Anspannung und Angst an Energie, Schlaf, Konzentration und Nähe kosten.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Alle Items sind eigene Formulierungen, fachlich orientiert an den Kriterien der generalisierten Angststörung und der Panikstörung sowie an der Forschung zu Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten als aufrechterhaltendem Mechanismus. Vermeidung wird bewusst als eigene Dimension erfasst, weil sie der wichtigste Ansatzpunkt für Veränderung ist.
Grenzen
Ein Selbsttest kann Hinweise geben, aber keine Diagnose stellen. Anspannung und körperliche Symptome können auch andere Ursachen haben, unter anderem Schilddrüsenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Themen oder hohen Koffeinkonsum — körperliche Abklärung gehört immer dazu. Eine verlässliche Abklärung leistet nur eine fachärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung mit Anamnese und klinischem Urteil. Dieser Test ist bewusst kein normiertes klinisches Instrument und ersetzt keines.