Methodik: So ist der Stress & Burnout-Test aufgebaut
Aufbau
Der Test besteht aus 40 Aussagen in 4 Dimensionen mit je 10 Items. Jede Aussage wird auf einer fünfstufigen Skala beantwortet („Nie“ bis „Sehr oft“). Die Items werden über die Dimensionen gemischt ausgespielt, damit keine Antwortmuster entstehen.
Die 4 Dimensionen
- Belastung & Druck: Dauerhaftes Pensum über der eigenen Kapazität, Zeitdruck, Rollenüberlastung.
- Erschöpfung: Körperliche und emotionale Entkräftung, die durch Schlaf nicht mehr verschwindet.
- Distanz & Zynismus: Innere Kündigung: Gleichgültigkeit und Zynismus gegenüber dem, was mal wichtig war.
- Erholung & Abschalten: Die Fähigkeit, abzuschalten, aufzutanken und Freizeit als Erholung zu erleben.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Alle Items sind eigene Formulierungen entlang der drei klassischen Burnout-Facetten — emotionale Erschöpfung, Distanzierung/Zynismus und reduziertes Wirksamkeitserleben — ergänzt um eine Belastungsdimension (Ursachenseite) und eine Erholungsdimension, weil die Forschung fehlende Erholungsfähigkeit („Detachment“) als zentralen Kipppunkt des Erschöpfungsprozesses identifiziert hat.
Grenzen
Ein Selbsttest kann Hinweise geben, aber keine Diagnose stellen. Anhaltende Erschöpfung kann auch körperliche Ursachen haben — unter anderem Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel oder Schlafapnoe — und überlappt in fortgeschrittenen Stadien stark mit einer Depression. Beides gehört in ärztliche Abklärung. Eine verlässliche Abklärung leistet nur eine fachärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung mit Anamnese und klinischem Urteil. Dieser Test ist bewusst kein normiertes klinisches Instrument und ersetzt keines.